
Letzter Wurf
Der X-Wurf vom 27. Juli 2010
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TAGEBUCH
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Montag, 26. Juli 2010
Am Montag, 26. Juli, sitzen wir zuhause und harren der Dinge die da kommen sollen. Bis zu diesem Tag frisst Kwezenga - entgegen allen Beschreibungen in Büchern - täglich ihre Futterration, angereichert mit Cottage Cheese und Bienenhonig oder Rindshackfleisch,gierig auf. Der Bauch ist riesig und sie weiss kaum mehr, wie sie sich hinlegen soll. Bis abends um 20.30 h passiert nichts. Dann hechelt sie ein erstes Mal - die Eröffnungswehen scheinen zu beginnen. Wir sind überzeugt, dass die Welpen in der kommenden Nacht geboren werden.
Dienstag, 27. Juli 2010 (Geburt)
Und so ist es tatsächlich: am frühen Dienstag morgen, 00.30 Uhr, kommt die erste Hündin zur Welt. Dann passiert lange nichts mehr, erst um 02.00 Uhr geht es mit der Geburt weiter. Mit unterschiedlichen Intervallen kommen bis am Vormittag um 11.00 Uhr die 14 Welpen, 8 Rüden
und 6 Hündinnen zur Welt.
Kwezenga ist erschöpft. Unter den vielen Welpen sind leider auch 3 untergewichtige mit nur 220 - 260 gr.
Mittwoch, 28. Juli 2010 (1. Tag)
Wir lassen der Natur fürs erste freien Lauf - am 28.07. um 10.30 Uhr stirbt der erste schwächliche Rüde.
Donnerstag, 29. Juli 2010 (2. Tag)
Obwohl wir nur geringe Aussichten für ein Überleben sehen, legen wir die beiden andern, schwachen Welpen, welche von den kräftigen immer von den Zitzen - und damit auch von der Nahrung und der Wärme - weggedrängt werden, in ein separates Körbchen, wo wir sie zufüttern und mit einer Bettflasche warm halten. Alle zwei Stunden gibt es Welpenmilch. Wir werden sehen, ob sie es mit unserer Hilfe schaffen...
Den andern 11 Welpen geht es recht gut, nach dem ersten Tag, wo sie üblicherweise etwas abnehmen, legen sie heute, dem 2. Tag schon
kräftig zu und kämpfen um ihren Anteil.
Kwezenga frisst im Moment für drei - nur so hat sie genügend Milch für ihre Jungmannschaft.
Unsere Hoffnung war vergebens: um 19.30 Uhr stirbt auch der 2. schwache Rüde. Die Hündin jedoch kommt mehr und mehr zu Kräften.Sie darf die Nacht mit den andern Welpen verbringen, wo sie sich immer an einer Zitze andockt und nicht mehr wegdrängen lässt.
Da bei einigen Welpen Afterkrallen aufgetreten sind, werden diese heute kunstgerecht entfernt. Es schmerzt ein bisschen, aber schon eine Stunde später liegen alle Welpen saugend und zufrieden wieder in der Wurfkiste.
Freitag, 30. Juli 2010 (3. Tag)
Am Morgen werden alle 12 Welpen gewogen - die Zunahme jedes einzelnen ist erfreulich. Nur der kleinen Hündin müssen wir auch heute noch weiterhelfen, wobei sie nicht mehr abgesondert gepflegt werden muss. Sie kriegt noch ab und zu etwas extra zugefüttert.
Samstag, 31. Juli 2010 (4. Tag)
Kwezenga frisst immer noch sehr viel. In der Wurfkiste ist nach all der Aufregung wieder Normalität und Ruhe eingetreten. Die Welpen ernähren sich regelmässig an der Milchbar und Kwezenga putzt eifrig allen "Unrat" weg. Da es draussen so schönes Wetter ist, kommt auch Kwezenga von Zeit zu Zeit nach draussen in die Sonne und räkelt sich im kühlen Gras. Sie geniesst die "Freiheit", die Beine zu "vertrampeln" und sich ohne Rücksicht frei zu bewegen, Passanten anzubellen und mit Wydjuma und Ungani zusammenzusein. Selbständig kehrt sie nach jeweils einer Viertelstunde wieder in die Wurfkiste zurück, wo sie ihren Mutterpflichten nachkommt.
Nachts muss Kwezenga zum ersten Mal dringend raus - scheinbar hat sie zuviel gefressen! Nach Erledigung des Geschäfts legt sie sich zufrieden zu ihren Welpen und schläft durch bis am Morgen.
Sonntag, 1. August 2010 (5. Tag)
Auch dieser Tag verläuft harmonisch: bereits um 07.00 h hat Kwezenga wieder grossen Hunger, den sie mit dem Verzehr einer grossen Schüssel Hundefutter, angereichert mit Rindshackfleisch, Cottage-Cheese, einem Ei und Eischale stillt. Wieder werden die Welpen gewogen: sie haben bereits das halbe Geburtsgewicht zugenommen, eine enorme Menge Milch, die von Kwezenga produziert werden muss. Abends gehen wir früh ins Haus, da es rundherum zu Knallen beginnt - Bundesfeier! Wir geniessen gemeinsam einen ruhigen Abend im Haus, in und neben der Wurfkiste und schlafen friedlich bis am andern Morgen - trotz der Knallerei bis Mitternacht!
Dienstag, 3. August 2010 (7. Tag)
Jeden Morgen werden alle Welpen gewogen - die Zunahme ist enorm, wenn man bedenkt, dass Kwezenga die Milch für 12 Welpenproduzieren muss. Sie verlässt nun schon häufiger die Wurfkiste und geniesst es, wieder mit Ungani und Wydjuma zusammen zu sein. Selbständig zieht sie sich zurück, um ihre Kinder-schar zu säugen, wenn die Zitzen prall mit Milch gefüllt sind. Ihr Heisshunger dauert an. Auch gibt es viel zu waschen, da die Laken täglich zwei Mal ausge-tauscht werden müssen - sei es dass die Welpen ihre Spuren hinterlassen oder Kwezenga noch immer schleimigen Ausfluss hat.
Mittwoch, 4. August 2010 (8. Tag)
Die Welpen beginnen zu kratzen, wenn sie säugen. Aus diesem Grund werden heute allen Kleinen die Krällchen der Vorderpfoten geknipst. So wird "Mamma's" Gesäuge etwas geschont. Noch wechseln die Welpen selbständig ab mit Säugen - die einen schlafen, während die andern trinken. So wird das Gedränge an der Milchbar - wo nur 8 Zapfhahnen zur Verfügung stehen - nicht zu gross.
Samstag, 7. August 2010 (11. Tag)
Jeden Tag dasselbe Ritual: um 06.30 h werden alle Welpen gewogen, dann wir Kwezenga gefüttert, danach die Leintücher in der Wurfkiste gewechselt, dann Kwezenga in den Garten gelassen um sich zu versäubern, anschliessend das Gesäuge kontrolliert - bevor die bezaubernde Mutter sich wieder zu ihren Welpen in die Kiste legt und die Milchbar in Betrieb nimmt.
Gegen Mittag wird Kwezenga erneut gefüttert und kriegt Auslauf, um sich die Beine zu vertreten - sie inspiziert den Garten und die Räume und kontrolliert, ob auch ohne sie alles seinen korrekten Lauf nimmt - bis sie von sich aus wieder zu ihren Welpen zurückkehrt, alles sauber leckt und erneut geduldig an sich herumsuckeln lässt.
Um ca. 18.00 h kommt Kwezenga wieder aus ihrer "Höhle" raus, um sich erneut den Bauch vollzuschlagen. Wieder bleibt sie während ca. 30 Min. bei uns, leistet uns Gesellschaft beim Nachtessen und geniesst die Unterhaltung ausserhalb der Wurfkiste. Wir wechseln erneut die Laken in der Wurfkiste, bevor die Welpen mit Kwezenga kuscheln und lecken und suckeln und saufen und schlafen und träumen und geniessen…
Kurz vor Mitternacht kriegt Kwezenga die letzte Mahlzeit, schnappt nochmals frische Luft, versäubert sich ordentlich, bevor es zur Nachtruhe geht. Ein normaler - jedoch für Kwezengawie immer anstrengender - Tag geht zu Ende.
Sonntag, 8. August 2010 (12. Tag)
Beim täglichen Wägen am Morgen stelle ich fest, dass bei einzelnen Welpen bereits die Augenspalte sich öffnet.Interessanterweise sind es die kleinen, leichteren Welpen, bei denen diese Entwicklung schon weiter fortgeschritten ist. Am Nachmittag kommen Interessenten zu Besuch und machen die ersten Bilder von Kwezenga und der ganzen Hundeschar.
Dienstag, 10. August 2010 (14. Tag / 2 Wochen alt)
Nun sind die ersten beiden Wochen überstanden, die Welpen wachsen gehörig und entwickeln sich. Es ist die Zeit gekommen für die erste Wurmkur:
eine Tortur für die Kleinen, weil die zu schluckende Flüssigkeit scheinbar gar nicht gut schmeckt. Es wird gespuckt und gegeifert, rückwärts gegessen und Kwezenga hat alle Hände voll zu tun, die versabberten Welpen zu reinigen…
Doch bald ist auch diese Aktion überstanden und alle nuckeln friedlich an Mutter's Milchbar.
Donnerstag, 12. August 2010 (16. Tag)
Seit heute Morgen haben alle Welpen die Augen offen.
Schon bald werden sie auch hören - warten wir noch 2 - 3 Tage.
Die Aktivität der Kleinen nimmt zu - sie können bereits in der Wurfkiste herumlaufen, allerdings auf noch sehr wackeligen Beinchen. Von Zeit zu Zeit fällt auch mal einer einfach um und bleibt vor Anstrengung schlafend liegen.
Zur Zeit findet der erste Fellwechsel statt. Das weisse Lacken ist völlig übersät mit winzigen, schwarzen Härchen. Es muss deshalb noch intensiver gewechselt werden.
Kwezenga's Ausfluss ist praktisch ganz versiegt - wir setzen deshalb den Himbeerblätter-Tee ab. Noch immer frisst sie 4 Mal täglich eine grosse Schüssel leer, angereichert mit Rindshackfleisch, Cottage-Cheese, Eimalzin, Eiern, Honig, etc., damit sie auch jetzt noch genügend Milch für die Mannschaft produzieren kann.
Samstag, 14. August 2010 (18. Tag)
Heute ist wieder Pedicure angesagt - erneut werden allen 12 Welpen alle Krallen vorne und hinten gezwackt. Nun sind nur noch 2 Welpen weniger als 1 kg schwer.
Auch stelle ich nun fest, dass die Kleinen hören: jedesmal wenn ich laut spreche oder eine Türe öffne, heben sie die Köpfe und schauen, zwar noch etwas belämmert, ob man etwas sieht. So süss. Auch gehen sie nun schon wacker in der Wurfkiste herum - der Platz wird langsam eng.
Wir "öffnen" die Kiste und lassen sie neu auch im Auslauf herumspazieren.
Sonntag, 15. August 2010 (19. Tag)
Nachdem nun alle Welpen selber stehen können und sehen und hören, werden wir heute einen ersten Versuch starten, aus dem Topf zu fressen. Dafür haben wir extra Welpenbrei angeschafft. Davon machen wir für's erste 2 dl an und verabreichen diesen im Welpentopf. Wie zu erwarten war, sind die einen echt scharf darauf und haben recht schnell kapiert, wie das mit dem Lecken geht. Andere gehen die Sache eher zaghaft und etwas unsicher an. Und zwei - natürlich diejenigen die es am nötigsten hätten - verweigern den Brei. Sie schütteln den Kopf und spucken, was man auf dem Finger zum Ablecken ans Maul gestrichen hat, angewidert wieder aus. Anschliessend müssen alle Laken ausgewechselt und die Welpen mit Mutter's Zunge ausgiebig gereinigt werden. Das ganze Prozedere wiederholen wir alle 3 Stunden. Dazwischen gibt es weiterhin frische Muttermilch - wer Glück hat und genug kämpferisch ist, kann an einem der 8 Milchzapfen andocken… Die andern schlafen weiter oder haben sonst das Nachsehen. Schon am Abend geht die Fütterung aus dem Topf bequemer und die schlauen Welpen haben erlickt, wie's geht!
Zudem haben wir heute wieder Besuch von zukünftigen Besitzern. Für Kwezenga ist es immer noch etwas stressig, wenn die fremden Leute ins Welpenzimmer kommen.
Nach einer etwas "schwierigen" Anlaufzeit, lässt sie jedoch nachher alles zu und begrüsst die Gäste freundlich im Garten.
Dienstag, 17. August 2010 (21. Tag / 3 Wochen alt)
Heute sind wir gerade 3 Wochen alt. Wir kriegen nun etwas dickeren Welpenbrei und vor allem etwas mehr. Mit dem Füttern klappt es schon recht gut, die Kleinen schlabbern immer die ganze Menge bis auf den Boden sofort leer und lecken danach das Gefäss blitzsauber aus.
Wenn man den Welpen einen Finger in den Fang steckt, spürt man bereits die ersten Zähnchen… Noch immer legt sich die beste aller Mütter freiwillig in die Wurfkiste, dass die kleinen Fressäcke zur Nachspeise etwas Muttermilch absaugen können. Der Kampf um eine freie Zitze ist nicht mehr so gross, wenn alle vorher Brei gegessen haben.
Donnerstag, 19. August 2010 (23. Tag)
Wo früher auch mal in die Wurfkiste gepinkelt wurde, gehen seit gestern alle Welpen schön aus dem Schlafbereich in den Auslauf, wo sie ihr Geschäft verrichten. Interessant ist, dass sie bevor sie sich lösen, winselnd im Auslauf herumrennen - sie spüren, dass sie geplagt werden, können aber noch nicht genau feststellen, wieso. Dann drehen sie sich mehrmals um die eigene Achse, gehen wieder zwei bis drei Schritte, versuchen wieder in die Hocke zu gehen, drehen sich, bis dann endlich die befreiende Erlösung klappt…
Freitag, 20. August 2010 (24. Tag)
Wir stellen fest, dass die Welpen jeweils nach der Fütterung aktiv zu spielen anfangen: sie beissen sich gegenseitig, knurren sich an, bepföteln sich und fallen danach todmüde um, wo sie gerade hocken oder stehen. Dann ist wieder für ca. 2 Stunden Ruhe angesagt.
Damit sie auf dem Linoleum-Boden im Auslauf nicht zu stark ausrutschen, werden auch dort Leintücher ausgebreitet. Dies gibt dann halt etwas mehr Arbeit bezüglich Wäsche, doch ist ein gesundes Aufwachsen gewährleistet (betrifft Hüftgelenksdysplasie).
Sonntag, 22. August 2010 (26. Tag)
Heute bleibt Dieter allein zuhause mit Kwezenga und den Welpen. Ungani und Wydjuma besuchen die RRCS-Jubiläums-Clubshow in Wettingen. Yvonne kommt am Abend eher enttäuscht zurück, da scheint einiges krum gelaufen zu sein; den beiden Hunden merkt man nichts an - für sie war es einfach ein anstrengender Tag: Ungani wurde in der Champion-Klasse mit einem "vorzüglich", Wydjuma mit "vorzüglich 3" bewertet.
Montag, 23. August 2010 (27. Tag)
Wie jeden andern Morgen werden die Welpen weiterhin gewogen. Die Zunahme liegt im Moment zwischen 100 und 180 gr. pro Tag und Welpe. Heute werden wieder einmal die Krällchen gezwackt, um Kwezenga's Gesäuge zu schonen. Ebenso ist wieder Wurmkur, die Zweite, angesagt. Wenn nur dieses Mittel nicht so grässlich wäre - alle Welpen spucken und rümpfen die Nase, nachdem sie das Mittel verabreicht bekommen haben.
Dienstag, 24. August 2010 (28. Tag / 4 Wochen alt)
Schade, heute ist das Wetter nicht ganz so schön wie vorausgesagt. Wir überlegen, ob wir die Welpen ein erstes Mal ins Freie bringen könnten. Doch wird der Gedanke bei den vorherrschenden Temperaturen und dem immer wieder auftretenden Regen rasch wieder verworfen. Sobald es etwas schöner wird, starten wir den Versuch.
Es wird auch langsam eng im Welpenzimmer - die Zeit zur Ausquartierung ins "Waschhaus" ist bald gekommen.
Mittwoch, 25. August 2010 (29. Tag)
Heute ist es endlich soweit - die Welpen dürfen ein erstes Mal in einen Auslauf im Garten. Als Unterschlupf steht eine grosse Karton-Schachter zur Verfügung.
In einer Wasch-Zainetragen wir immer 3 und 3 Welpen vom Welpenzimmer hinaus - wertvolle Fracht!
Anfänglich sitzen alle wimmernd und winselnd auf der vorbereiteten Decke und trauen sich kaum, sich zu bewegen.Kwezenga ist sofort zur Stelle. Sie leckt die Kleinen und zeigt ihnen, dass es auch unter freiem Himmel schön sein kann. Sie legt sich hin, damit die Welpen, obwohl der Platz sehr eng ist, bei ihr säugen können. Danach geht wider das grosse "Pullern" los - nun ist die Hemmung vorüber. Die Kleinen geniessen den Sonnenschein und inspizieren ihren neuen Auslauf.
Abends, nachdem die Sonne untergegangen ist, tragen wir die Welpen wieder in ihr Zimmer, wo sie sich müde aber zufrieden sofort zum Schlafen legen.
Donnerstag, 26. August 2010 (30. Tag)
Auch heute dürfen die Kleinen wieder ins Freie. Heute sind sie von Anfang an aktiver. Sie werden nun auch draussen gefüttert. Man merkt, wie sie sich schon freier bewegen und miteinander spielen. Der Auslauf ist schon Gewohnheit. Wydjuma und Ungani, die sich bisher sehr zurückgehalten haben mit ihrem Interesse an den Welpen, gehen nun mit in den Auslauf und schnüffeln interessiert an ihnen herum. Wydjuma muss immer wieder angehalten werden, nicht mit den Pfoten zuzuschlagen. Sie vergisst sich gerne…
Samstag, 28. August 2010 (32. Tag)
Wieder - wenn auch das Wetter etwas weniger warm ist - bringen wir die Welpen bereits um 10 Uhr morgens ins Freie. Sie kuscheln sich eng zusammen und warten, bis die Sonne so richtig wärmt. Erst dann beginnen sie zu spielen.
Wir kriegen heute viel Besuch, die sich alle freuen, "ihren" Welpen im Garten anzutreffen. Auch dürfen die neuen Besitzer zu den Kleinen ins Gehege und mit ihnen spielen. Schuhbändel, Hosenstösse und andere herunterhangende und abstehende Kleidungsstücke sind da zum Reinbeissen und Zerren.
Nach intensivem Spiel schlafen die Welpen auf den Knien und in den Armen der Besucher ein.
Interessant, wie schnell sie Vertrauen zu allen neuen Eindrücken fassen.
Sonntag, 29. August 2010 (33. Tag)
Heute ist wieder Pedicüre angesagt, da die Welpen nun im Stehen gesäugt werden, was die zarte Haut von Mutter's Zitzen noch mehr strapaziert.
Geduldig stellt sich Kwezenga regelmässig hin, damit die Kleinen ihren Hunger stillen können. Selbstverständlich wird immer mehr Futter von uns bereitgestellt. Schliesslich müssen diese kleinen Wichte enorm wachsen, wenn sie einmal richtige Ridgebacks werden wollen.
Montag, 30. August 2010 (34. Tag)
Das Wetter ist miserabel - auch wir sind nicht motiviert, nun endlich das Waschhaus für die Welpen einzurichten - es regnet und ist sau kalt (Schnee bis 1400 m) - und das im August!
Somit bleiben die Kleinen einen weiteren Tag in ihrem Welpenzimmer.
Auch der Besuch wird heute "drinnen" empfangen.
Dienstag, 31. August 2010 (35. Tag / 5 Wochen alt)
Es ist eine weitere Wurmkur fällig - wenn diese rosafarbene Flüssigkeit doch nicht so schlecht schmecken würde! Wieder spucken alle Welpen bei der Verabreichung der grässlichen Medizin.
Das Wetter ist bedeutend besser - sie können wieder draussen sein.
Wir Menschen beginnen, den "Hündlistall" im Waschhaus einzurichten, damit die Kleinen dann draussen übernachten können.
Es gibt noch viel zu tun, bis es dann soweit ist. Packen wir's an.
Donnerstag, 02. September 2010 (37. Tag)
Heute werden die letzten Einrichtungen im Waschhaus installiert und die gesamte Anlage auf Vordermann gebracht - es wird die erste Nacht für die Welpen, wo sie im "Hündlistall"übernachten werden. Das Baby-Phone wird eingerichtet, das Nachtlager weich gepolstert, die Spielsachen hereingebracht, der direkte Auslauf ausbruchsicher installiert, das Regendach (dieses Jahr ein Pavillon) sturm- und windsicher montiert - wenn das nicht ist wie im Paradies!
2.Teil Donnerstag, 02. September 2010 (37. Tag)
Nach dem Nachtessen, so ca. 21.00 h, bringen wir die 12 Welpen erstmals in ihr neues Nachtlager. Ich bleibe bei ihnen und schaue zu, wie sie interessiert die neue Umgebung inspizieren. Bald fühlen sie sich so wohl, dass sie ausgelassen zu spielen beginnen. Sie entdecken, dass man direkt ins Freie gelangen kann durch die Tür. Einige rasen ausgelassen rein und raus. Schön zu sehen, wie sie sich wohlfühlen.
Um 22.00 h kehrt Ruhe ein im Stall. Ich verlasse die schlafenden Welpen und gehe in mein Wohnzimmer, um zu prüfen, ob man die Aktivitäten durchs Baby-Phone auch hört. Und tatsächlich, ich höre nichts - kein Wunder, denn sie schlafen alle tief.
Um Mitternacht gibt es nochmals Food: zuerst das von mir angemachte, dann noch etwas Muttermilch zum Dessert. Wieder folgt eine kurze Spielsession, bevor wieder alle in der grosszügigen Wurfkiste und im Hundehaus zu schlafen beginnen. Leise schleiche ich aus dem Welpenstall, schliesse die Gatter und die Türen - und harre der Dinge die da kommen sollen.
Freitag, 03. September 2010 (38. Tag)
Bereits um 05.30 h beginnen sich die Welpen zu räkeln, man hört sie leise winseln, draussen ist es noch dunkel - ich warte noch ein Weilchen. Um 06.30 h bereite ich das Futter vor und bringe es nach draussen. Beim Öffnen der Türe kommen alle vergnügt heraus und schlabbern den vorbereiteten Frass. Wieder stellt sich Kwezenga hin, um denen, die noch Lust haben, die noch vorhandene Muttermilch zu geben. Wir räumen auf, alle "Häufchen" und "Tümpeli" werden aufgeputzt, die Fenster und Türen geöffnet, dass frische Luft den Aufenthalts-raum wohnlich macht.
Es ist ziemlich kalt, weshalb die Welpen wieder in der Wurfkiste Platz nehmen und sich im Innenraum spielerisch unterhalten. Nach 09.00 h wird der Vorplatz herrlich besonnt, sodass jetzt alle draussen sitzen und sich entweder aufwärmen lassen durch die Sonne oder beim eifrigen Spielen. Nach dem Mittagessen bringen wir die Welpen wieder in den Wiesen-Auslauf.
Ein weiterer erfolgreicher Tag nimmt seinen Lauf.
Erneut dürfen die Welpen bis ca. 20.00 h im Garten bleiben, bevor wir sie wieder in ihren Nachtstall bringen.
Erneut gibt es um Mitternacht das Nachtessen, damit sie auch bis morgen früh keinen Hunger leiden müssen.
Samstag, 04. September 2010 (39. Tag)
Auch heute beginnen die Welpen erst so gegen 06.00 h mit Radau in ihrem Nachtlager. Ab heute wird nun täglich um 06.30 h gefüttert und der Aufenthalts-raum gereinigt, sodass die Welpen den Vormittag dort verbringen können, wo bei schönem Wetter auch die Sonne scheint. Man merkt förmlich, wie sie den grossen Auslauf schätzen und auch nützen mit ausgiebigem Spielen.
Am Nachmittag kommen wieder neue Interessenten zu Besuch. Der ganze Haufen Welpen ist immer interessiert daran, Personen zu begrüssen. Jedesmal ein richtiges "Chäferfäscht" und haufenweise neue Eindrücke.
Sonntag, 05. September 2010 (40. Tag)
Heute ist wieder Wurmkur angesagt - nach dem Umzug vom Auslauf beim Nachtstall in den Garten gilt es ernst. Jeder einzelne Welpe muss gewogen werden, damit jeder auch genügend "Welpenkur" erhält. Immer noch wird heftig gespuckt ab diesem grässlichen Zeugs.
Erste Spielsachen wie Wippe, Tunnel und "Gageli-Brett" werden aufgestellt und inspiziert. Völlig furchtlos klettern die Kleinen auf diesen Geräten herum. Dazwischen wird immer wieder geschlafen, gefressen und gesch….
Dienstag, 07. September 2010 (42. Tag - 6 Wochen alt)
Nun wird der Garten-Auslauf langsam zu klein - es muss etwas geschehen. Wir bereiten uns darauf vor, den ganzen Garten für die Rasselbande freizugeben. Es müssen jedoch einzelne Gebüsche und Pflanzen eingezäunt und "gefährliche" Stellen entschärft werden. Somit bleiben die Kleinen noch immer im etwas vergrösserten Auslauf in der Wiese - bei Regen allerdings unter dem Pavillon in der nicht mehr ganz stabilen Kartonkiste.
Donnerstag, 09. September 2010 (44. Tag)
Es ist soweit, heute Nachmittag wird der kleine Garten-Auslauf aufgehoben, die Welpen dürfen sich im ganzen grossen Garten bewegen - hoffentlich verlieren sie sich nicht darin…
Alle aufgestellten Spielgeräte und Spielsachen werden sofort ausprobiert und begutachtet. Die Welpen beginnen sich zu jagen und spielen herzig mit Ihrer "grossen" Schwester Wydjuma.
Noch immer schlafen sie in der Karton-Schachtel und den bereitgestellten Wannen. Sie bleiben im Garten bis abends um 21.00 Uhr. Es wird langsam kühl und die Zeit für den Einzug in den Welpenstall ist gekommen.
Müde schlafen sie sich aus und träumen von den vielen neuen Eindrücken.
Samstag, 11. September 2010 (46. Tag)
Heute stehen wir bereits um 07.00 Uhr auf füttern die Welpen. Heute werden sie von Birgit und Axel betreut, da wir beide "auswärts" sind. Es ist wunderschönes Wetter und das Gelage im Garten ist herrlich.
Es passiert eigentlich nichts wesentliches.
Sonntag, 12. September 2010 (47. Tag)
Wir kriegen nun 4 Mal Futter aus den neuen Töpfchen - so ist das Essen wirklich sehr gesittet und erfreulich, man muss nicht mehr schlingen wie blöd - denn jeder kriegt seine Ration.
Am Nachmittag kommt wieder Besuch - einerseits die neuen Besitzer, andererseits andere interessierte Leute, die die Welpen anschauen möchten.
Ansonsten ein ruhiger, sonniger Herbsttag ohne besondere Vorkommnisse.
Dienstag, 14. September 2010 (49. Tag - 7 Wochen alt)
Seit die Welpen im Welpenstall übernachten, verlaufen die Tage mehr oder weniger gleich: ca. um 06.30 Uhr ist Tagwach, es wird die erste Mahlzeit verabreicht. Danach schlafen die Kleinen weiter in der Wurfkiste unter der Wärmelampe - draussen ist es noch fast dunkel und vor allem ziemlich kühl. Gegen halb neun Uhr verlassen sie den Welpenstall und das Freigehege davor und begeben sich in den Garten.
Kwezenga kommt vorbei und begutachtet den "Hungerzustand" ihrer Kinderschar. Wenn sie sich hungrig zeigen, würgt sie ihnen das eben gefressene Frühstück vor. Das ist jedesmal ein Riesenfest!
Kwezenga will nicht mehr gerne säugen - sie hat auch fast keine Milch mehr.
Nur noch vor dem Zubettegehen muss sie sich opfern, damit sie keinen Milch-stau erhält. Am Nachmittag liegen die Welpen im Garten an der Sonne oder sie spielen zusammen.
Futter wird jeweils gegen Mittag und abends um ca. 18 Uhr verabreicht. Bevor Bettruhe angesagt ist, gibt es nochmals ein Fuder um 23.30 Uhr - damit die Armen auch die Nacht ruhig überstehen…
Mittwoch, 15. September 2010 (50. Tag)
Heute ist wiederum Wurmkur angesagt. Jeder Welpe wird erneut gewogen.
Dazu müssen sie sich auf die Waage setzen, die Rute schön an sich nehmen, damit sie nirgends anstösst und so das Gewicht verfälscht. Dies ist eine gute Übung für die bereits recht kräftig gewordenen Welpen: für einen Moment so richtig still sitzen. Danach erhalten sie alle eine in Leber-Parfait eingewickelte Tablette. Alle 12 Welpen lassen sich problemlos wägen und fressen die Wurmkur-Tablette anstandslos.
Abends bleiben die Kleinen bis spät in die Nacht im Freien und kuscheln sich eng aneinander in den bereitgestellten Wannen. Erst um Mitternacht, wenn die letzte Mahlzeit genehmigt wurde, wird das "Schlafzimmer" bezogen, das Licht gelöscht und geschlafen. Normalerweise ist Ruhe bis morgens um 6 Uhr.
In Ausnahmefällen hören wir die Welpen übers Baby-Phone schon um 4 Uhr winseln - sei es, dass die einen bereits wieder Hunger haben oder andere unbedingt raus müssen, um ihr Geschäft zu verrichten. Aus Rücksicht auf die Nachbarn bleibt die Türe jedoch geschlossen und nach ca. 10 Minuten kehrt wieder Ruhe ein.
Samstag, 18. September 2010 (53. Tag)
Wir haben seit Tagen trockenes und sonniges Wetter - ein richtiger Altweiber- Sommer. Die Welpen geniessen den Freiraum im Garten, speeden umher und spielen intensiv zusammen.
Heute ist wieder viel Besuch angesagt. Das ist immer interessant: Kinder und Erwachsene, die sich mit den Welpen eschäftigen und sie streicheln.
Am Morgen werden alle mit einem Halsbändchen bestückt, damit sie sich auch daran gewöhnen. Die meisten laufen danach mehr oder weniger auf drei Beinen durch die Gegend und versuchen sich im Laufen zu kratzen…
sieht echt lustig aus.
Montag, 20. September 2010 (55. Tag)
Es geht langsam dem Vollmond entgegen - es herrscht Unruhe im Welpenstall. Während der ganzen Nacht von Sonntag auf Montag hörte man die Welpen winseln.
Bis 01.00 Uhr am Morgen blieb ich bei ihnen in der Hoffnung, dass irgendwann Ruhe einkehrt. Dann musste auch ich mich für ein Weilchen hinlegen.
Schon um halb sechs in der Früh ist wieder Tagwach. Wir füttern die Welpen. Danach wollen sie - obwohl das Gras noch nass ist - bereits in den Garten. Jänu.
Heute Nachmittag kommt die Tierärztin vorbei und impft und chipt die Welpen.
Es ist immer noch wunderschönes warmes Herbstwetter - die Impfaktion findet im Freien statt. Kein einziger Welpe winselt oder schreit bei der Verabreichung der beiden Injektionen - eine gesunde, kräftige Welpenschar, auf die ich stolz bin.
Kaum ist die Tierärztin weg, wird wieder wild gebalgt und gespielt, wie wenn nichts geschehen wäre.
Dienstag, 21. September 2010 (56. Tag - 8 Wochen alt)
Nun sind die Welpen geimpft, sie können erstmals an den Welpenspielstunden in Elgg teilnehmen. Für 16.00 Uhr habe ich für jeden Welpen eine Betreuer-Person aufgeboten. Einige Besitzer kommen selber: so z.B. Monique aus der Nähe von Thun, Stephan aus Lichtenstein, Manuel und Mirella aus Dietikon, Danielle aus Schaffhausen, sowie weitere liebe Leute - denen ich ganz herzlich danke für
Ihren Einsatz.
Die Welpen werden in zwei Gruppen aufgeteilt und dürfen den ganzen Platz inspizieren und durch die bereitgestellten Gerät hindurch gehen oder darüber hinweg klettern, wie zuhause auch. Zusätzlich werden neue Geräusche gemacht mit Petflaschen, Kuhglocken, Trompeten etc. Es ist erfreulich, wie alle Welpen - nach anfänglichem Zögern - mit der Zeit auftauen und fröhlich zu spielen beginnen.
Todmüde werden sie nach einer Stunde "Inspektion der neuen Umgebung" wieder ins Auto verfrachtet, wo sie eng aneinander geschlungen, tief schlafen auf der Rückfahrt.
Wieder zuhause angelangt, erhalten die Kleinen ihr Nachtessen und schlafen dann gleich weiter. Es steht uns eine ruhige Nacht bevor.
Mittwoch, 22. September 2010 (57. Tag)
Heute kommen Stefani Westphal und Annemarie Schmidt und machen die Zuchtstättenkontrolle. Wir erhalten gute Noten und die Welpen werden allgemein als sehr schön taxiert. Besondere Beachtung finden die einheitlich schönen Ridges sowie die dunklen Augen.
Wir können mit der Qualität des ganzen Wurfes zufrieden sein.
Samstag, 25. September 2010 (60. Tag)
Es giesst wie aus Kübeln, es ist kalt und grässlich - das erste Mal, wo die Welpen so richtig verregnet werden. Sie verlassen kaum den Hündlistall und spielen nur wenig. Im Laufe des Nachmittags erhalten wir noch Besuch - natürlich setzen wir uns zu den Welpen in den Hündlistall und geniessen Kaffe, Tee und Kuchen.
Ja, ja, Regen ist nicht für Ridgebacks gemacht - oder Ridgebacks sind nicht für Regen gemacht… ;-)
Sonntag, 26. September 2010 (61. Tag)
Nachdem mir nun alle Daten vorliegen wie Chip-Nummer etc., setze ich mich hin und beginne mit dem Papierkram: Verträge erstellen, Fütterungshinweis ausarbeiten, ANIS-Formular ausfüllen;
bei 12 Welpen gibt dies noch recht viel Arbeit!
Der Tag des Adieu-Sagens nähert sich mit Riesen schritten.
Dienstag, 28. September 2010 (63. Tag - 9 Wochen alt)
Wieder besuchen wir die Welpenspielstunde in Elgg. Dieses Mal sind nicht mehr ganz soviele Besitzer und Helfer aufgeboten worden. Wir nehmen deshalb nur die Welpen mit, die uns am Wochenende verlassen:
"Xezengo, Xyrengo, Xepharo, Xylona, Xwela, Xia und Xelunja".
Sie dürfen zum ersten Mal mit andern Hunden zusammen spielen. Da ist so eine kleine hübsche Sheltie-Hündin, die aber - obwohl sie schon 12 Wochen alt ist - sehr skeptisch reagiert auf die vielen braunen Löwenhunde. Viel frecher verhält sich die bald 16-wöchige Jack Russel Hündin, die sich auf ein wirklich wildes Spiel mit den Ridgebacks einlässt, sodass diese, obwohl viel gelöster und aktiver als noch vor einer Woche, manchmal etwas eingeschüchtert reagieren.
Doch schon bald wird es anders sein - denn die Kleinen wachsen wie wild.
Donnerstag, 30. September 2010 (65. Tag)
Die Rasselbande spielt zum letzten Mal gemeinsam im Garten - die Spiele werden immer wilder, die Kämpfe immer ernsthafter, die Verletzungsgefahr immer grösser! Es ist Zeit, dass die kleinen "grossen" Hunde zu ihren neuen Besitzern kommen.
Ich bereite noch die letzten Unterlagen und Mitbringsel vor, damit ab Morgen, Freitag, die Übergabe vorgenommen werden kann.
Glücklich bin ich darüber, dass bis jetzt - ausser einem Rüden - alle Welpen bei guten Menschen einen ausgezeichneten Lebensplatz erhalten und - so hoffen wir - ein glückliches, langes und erlebnisreiches Ridgeback-Leben vor sich haben!Es war wiederum eine wunderbare Erfahrung und ein spezielles Erlebnis, diesen grossen, gesunden Wurf praktisch ohne Zwischenfälle zu betreuen und zu pflegen, die vielen interessierten Besucher zu empfangen und viele neue Menschen kennenzulernen.
Wer weiss - vielleicht gibt es im nächsten Jahr nochmals eine Gelegenheit…Herzlichen Dank allen, die mich bei der verantwortungsvollen Arbeit unterstützt haben - speziell meinem Partner Dieter, der sich tagtäglich liebevoll um diese jetzt ziemlich wild gewordenen Racker kümmerte, wenn ich mal anderen Interessen nachging.
Abgabe der Welpen:
Freitag, 01. Oktober 2010 (66. Tag)
Heute verlassen uns XELUNJA, die mit Theo und Monique zu den beiden Söhnen Raphael und Fabian in die Nähe von Thun fahren darf, sowie XYLONA, die zu Danielle und Daniel mit Quindy, einer RR-Hündin, nach Schaffhausen kommt.
Sonntag, 03. Oktober 2010 (68. Tag)
Heute wird XEZENGO von Stephan und Susan nach Lichtensteig zu Shamira geholt. Auch XWELA fährt heute mit Christa, Norbert, Raffaela und Benedikta nach A-Rankweil, dort wartet der 13-jährige Golden Retriever Piccasso auf sie.
Bei uns wird es langsam etwas leer…
Am Abend hören wir von den neuen Besitzern, dass die Reise ohne Zwischenfälle verlaufen sei und die Welpen sich schon recht gut an ihren neuen Plätzen eingelebt haben.
Montag, 04. Oktober 2010 (69. Tag)
Am frühen Nachmittag gilt es Abschied zu nehmen von XYRENGO. Er darf mit Jacques und Mia nach Bulle fahren. Dort wartet ein junger Cocker Spaniel des Arbeitskollegen von Jacques auf ihn.
Die restlichen 7 Welpen sind ziemlich aufgedreht und schon so aktiv und gross, dass wir gut auf sie aufpassen müssen, dass einerseits nicht die ganzen Einrichtungen zerstört werden und andererseits keine zu heftigen Welpenkämpfe ausbrechen. Sie tun sich gegenseitig nämlich schon ziemlich weh…
Dienstag, 05. Oktober 2010 (70. Tag - 10 Wochen alt)
Auch am heutigen Tag fahren wir wieder zur Welpenspielstunde nach Elgg mit den 7 noch bei uns belassenen Welpen.Dort treffen wir Stephan und XEZENGO wieder. Wieder waren wir auf diverse Helferinnen und Helfer angewiesen So kamen heute Maja und Urs, Lea, Fränzi, Dani und Irina mit uns. Die Welpenspielgruppenleiterinnen stellten für uns einen Extra-Parcours auf, wo sich unsere 8 Braunen selbständig tummeln können. Auch ein bisschen "an der Leine laufen" wird geübt - es klappt eher schlecht als recht…
Freitag, 08. Oktober 2010 (73. Tag)
Wir sind eigentlich ganz glücklich, dass auch heute wieder einige Welpen abgeholt werden, denn sie werden immer dreister und angriffslustiger untereinander - es ist Zeit, dass jeder einzeln zu seinem neuen Besitzer wechseln kann. So kommt Lea und holt ihren XULAYO nach Berg/TG. Danach erscheinen Birgit und Axel um XEPHARO abzuholen.
Im Lauf des späteren Nachmittags kommen auch Urs und Maja und nehmen "ihren" XAMBURU XOLA mit nach Wittenwil zu Ushengo.
Am Abend höre ich auch von diesen drei Welpen, dass sie in ihren neuen Heimen gut aufgenommen wurden.
Fast vergesse ich, dass nur noch für 4 Welpen das Nachtessen vorbereitet werden muss - die Futterbar wird nicht mehr voll ausgenützt…
Es ist bedeutend einfacher, nur auf vier solche Racker aufzupassen als auf zwölf - und die Verletzungsgefahr nimmt sichtlich ab… ;-))
Samstag, 09. Oktober 2010 (74. Tag)
Schon um 10 Uhr kommen Elodie und ihr Vater aus Versoix, um XIA abzuholen. Sie wird französisch lernen müssen und hat die längste Reise vor sich. Doch auch von ihnen höre ich gegen Abend, dass die Reise sehr gut und ohne Zwischenfälle verlaufen sei und XIA sich im Garten und im Haus umgesehen und alles inspiziert hat.
Die verbleibenden drei Welpen werden nun aus einzelnen Näpfen gefüttert, sie schlafen jedoch weiterhin im Hündli-Stall unter der Wärmelampe.
Montag, 11. Oktober 2010 (76. Tag)
Nun sind auch die letzten Besitzer aus den Ferien zurück und bereit, sich um ihren Welpen zu kümmern:
Zuerst kommen Cornelia, Günther und Jan aus Beromünster, um XABAH abzuholen, wo Luna, eine 11-jährige Ridgeback/Retriever-Hündin auf sie wartet. Danach fahren Manuel und Mirella vor, die XAWAH nach Dietikon entführen. Auch diese Übernahmen verlaufen reibungslos und die Welpen kommen gut an ihren neuen Wohnorten an.
Es bleibt nun nur noch XURUNI, der Rüde 2, bei uns zurück. Seine "neuen Menschen" sind noch in Österreich in Wanderferien, was natürlich für so kleine Welpen nichts ist… Claude und Cristina haben sich aber für Mittwoch, den 13. angemeldet…So schläft der kleine XURUNI bei uns im Zimmer, auf Ungani's Bett (Ungani ist wegen Läufigkeit von Wydjuma in den Ferien und deshalb abwesend), wo er sich vorbildlich verhält - kein See und kein Haufen - wir schlafen praktisch durch. Tagsüber spielt er mit seiner grossen Schwester und der Mutter im Garten - er scheint keine Sehnsucht nach den Geschwistern zu haben.
Dienstag, 12. Oktober 2010 (77. Tag - 11 Wochen alt)
Xuruni spielt wieder viel mit Wydjuma und Kwezenga. Er darf zum Ausruhen wieder Ungani's Bett. Es sieht lustig aus - der kleine Rüde auf dem grossen Bett…
Am Nachmittag fährt Xuruni mit Dieter zur Welpenspielstunde. Dort treffen sich die 4 Brüder Xuruni, Xezengo, Xulayo und Xamburu wieder.
Es ist zwar ziemlich kalt - doch das stört die Welpen kaum. Sie spielen vergnügt - auch mit den andern anwesenden Hunden.
Erneut haben wir eine ruhige Nacht, denn Xuruni ist sehr müde.
Mittwoch, 13. Oktober 2010 (78. Tag)
Heute ist der grosse Tag, wo auch der letzte Welpe unsere Zuchtstätte verlässt.
Um 12.15 h kommen Cristina und Claude vorbei und holen "ihren" XURUNI ab.
Zum letzten Mal musste ich Futter einweichen, einen Knabber-Sack zusammen-stellen, die neuen Halsbändeli bereitlegen etc. etc. Wir tragen den letzten Welpen zum Auto und nehmen winkend Abschied.
Der Garten ist ab jetzt wieder leer und alle Geräte und Spielsachen können weggeräumt werden.
Es kommt uns komisch vor, dass wir nicht mehr über Bretter und Abschrankungen steigen müssen, die Türen wieder offen lassen können, nachts nicht mehr gestört werden…
und doch werden wir nächstes Jahr wenn möglich wieder einen Wurf grossziehen.Es war alles in allem eine zwar strenge, aber umso schönere Zeit.
ENDE
Interessiert ?
Wenn Sie an einem Welpen aus meiner Zuchtstätte interessiert sind, nehmen Sie bitte
rechtzeitig mit mir Kontakt auf, damit wir uns vorgängig beschnuppern können …
